Je weiter die Energiewende fortschreitet, umso stärker treten die negativen Seiten zu Tage. Selbst die Bundesnetzagentur warnt vor zu viel Wechselrichtereinspeisung ins Netz. Warnt vor den hohen Stromspitzen, die nicht mehr abgeregelt werden können und zu hohen Kosten entsorgt werden müssen. Die Industrie warnt inzwischen vor der Strompreisentwicklung und der unsicheren Versorgungslage.
Die Politik setzt dem noch was drauf, indem sie die großen netzstabilisierenden Schwungmassen der Großkraftwerke abschaltet. Dass diese Entwicklung unweigerlich zu einem unkontrollierten Netzchaos führt, das in einen Blackout mündet, hat uns jüngst Spanien gezeigt. Ein Problem bei der Entsorgung von Solarstromspitzen führte zu einer Kaskadenabschaltung. Die wenigen konventionellen, steuerbaren Kraftwerke konnten dies nicht abfangen und es kam unweigerlich zu einem Blackout, der auch Teile von Frankreich, Portugal und Italien betraf.
Der Bedarf an Speicher, Netzausbau und Netzregelkraftwerke verschlingt Unsummen an Volksvermögen, für die unsere nächste Generation aufkommen muss.
Durch den Ausbau von Wind- und Solarstromerzeuger ist nicht nur die Netzstabilität und unsere Wirtschaft gefährdet, sondern auch die Umwelt und das Klima. Immer mehr sind die Auswirkungen des „Wind-Stilling“ nachweisbar, indem es zu lokaler Trockenheit kommt. Die Solarpaneele heizen sich auf und es bilden sich Wärmeinseln.
Durch die umfangreiche Erdverdichtung der Zufahrtsstraßen, Kranstellflächen und Fundamentierungen der Anlagen kommt es zu Problemen im Wasserhaushalt der betroffenen Naturräume und zu einer Erwärmung des Bodens. Nicht selten wurden Grundwasserströme gestört und Quellzuflüsse versiegten. Die Vibrationen und das Aufschwingen der Windindustriemaschinen führen oftmals zu Sedimentlösungen im Erdreich, die dann Quellzuflüsse verschmutzen können.
Mikrofaserstoffe und Mikroplastik verteilen sich durch die Erosion an den Rotorblättern übers Land und in die Gewässer.
Völlig ungeklärt sind die Auswirkungen von Lärm und Schall, insbesondere des tieffrequenten Infraschalls. Die TA-Lärm bildet diese Belastung des Schalldrucks und der periodischen Luftdruckschwankungen durch die riesigen bewegten Flügelmassen und der überstrichenen Rotorfläche nicht ab und die Schallprognosen führen regelmäßig zu falschen Schlüssen.
Nach 20 Jahren läuft die Förderung aus und nach 30 Jahren sind die Anlagen an ihrer Altersgrenze. Die Gewinnerwartung ist durch die Wetterabhängigkeit nicht vorhersehbar und nicht selten werden die Anlagen weiterverkauft oder der Betreiber geht in Insolvenz. Havarien und Rotorschäden schädigen das angrenzende Ökosystem und schmälern den Gewinn. Oftmals decken die Rückstellungen für den Rückbau die Kosten nicht und die Entsorgung der Anlagen und die Wiederherstellung des Naturraums verbleibt beim Steuerzahler.
Diese Gemengelage hat unseren Fachbeirat aus Ingenieuren, Physiker und Anwälte veranlasst, anhand eines geplanten Projektes auf dem Schurwald in Baden-Württemberg die Erkenntnisse zur Windstromerzeugung zusammenzustellen und daraus einen Fragenkatalog zu entwickeln. Dieser soll den Genehmigungsbehörden, aber auch den Planern und den Investoren, eine Hilfestellung bieten, so ein Vorhaben auf zukünftige Eigenwirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und auch auf den Nutzwert für eine nachhaltige, wirtschaftliche, sichere und umweltverträgliche Energieversorgung, auf den zukünftigen Systemnutzen abzuprüfen. Wobei auch immer eine Abwägung eines solchen Vorhabens nach den grundgesetzlichen Bestimmungen im Vordergrund stehen muss.
Auch stellen wir grundlegende Fragen nach der Haftung, sollte so ein Projekt scheitern.
Nachfolgend kann unsere Ausarbeitung „Erkenntnisse und Fragen zum Windpark Schurwald“ und das Anschreiben an das Landratsamt Göppingen heruntergeladen werden. Auch haben wir einige Regionalräte der Region Stuttgart darüber informiert und die Ausarbeitung zukommen lassen.
